02.09.2017

„Smart democracy“

Lippstadt/Anröchte. Am Donnerstag, 14. September, um 18:00 Uhr starten Bürgermeister Alfred Schmidt und VHS-Leiterin Frauke Mönkeberg die neue Veranstaltungsreihe „Smart democracy“ mit den Themenschwerpunkten Digitalisierung und Gesellschaftspolitik im Rathaus Anröchte. Das Besondere an der Reihe vom Deutschen Volkshochschulverband ist, dass die Referenten über Videokonferenz live in den Ratssaal geholt werden. „Die Idee und das Konzept haben mich überzeugt. Gesellschaftlich und bildungspolitisch sind dies heute zentralen Themen, insbesondere kurz vor der Bundestagswahl“, erklärt Alfred Schmidt begeistert.
In der ersten Veranstaltung werden die Referenten Martin Fuchs, Politikberater, Blogger und Speaker, sowie Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Wissenschaftlicher Referent für Digitale Interaktive Medien und Politische Kommunikation am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, live dabei sein. „Ziel ist es, durch die verschiedenen Impulse von Fachexperten mit den Bürgerinnen und Bürgern und Politikern aus der Region anschließend ins Gespräch zu kommen, und dies mit mehr als 140 Zeichen. Dabei werden moderne Technik und Tradition durch Präsenz im Rathaussaal innovativ miteinander verknüpft“, erläutert Frauke Mönkeberg, während Alfred Schmidt hinzufügt: „Insbesondere die Bedeutung von postfaktischer Politik, bei der Fakten nicht im Vordergrund stehen, sondern emotionale Effekte, spielt mit der steigenden Nutzung von sozialen Medien eine immer größere Rolle.“ Die öffentliche Kommunikation zwischen Bürgern, politischen Organisationen und Medien verändert sich. Onlinemedien, insbesondere soziale Medien, werden in der politischen Kommunikation immer wichtiger. Welche Rolle spielen soziale Medien im Bundestagswahlkampf 2017? Werden Social Bots, Falschnachrichten und Big Data-Analysen auch in deutschen Wahlkämpfen gezielt eingesetzt? Welche Akteure sind aktiv und wie werden Wählerinnen und Wähler dadurch beeinflusst? Die Veranstaltung geht diesen Fragen auf den Grund und unterstützt dabei, ein Verständnis für die digitalen Möglichkeiten der politischen Kommunikation zu gewinnen und Manipulationsversuche zu erkennen. Und wie sieht es eigentlich vor Ort bei uns in der Region aus: Welche Erfahrungen haben die regionalen Politiker mit den sozialen Netzwerken gesammelt? Welche Erwartungen haben die Wähler an Politiker und Berichterstatter im Zusammenhang mit politischer Kommunikation im Netz? Wie machen sich hier Generationsunterschiede bemerkbar? Alles spannende Aspekte, die an dem Abend in Anröchte lebhaft diskutiert werden sollen.
Weitere Themen aus der Reihe „Smart Democracy“: Dienstag, 10. Oktober: Digitalisierung und Demokratie - Risiko oder Chance?; Mittwoch, 25. Oktober: Der bewertete/bewertende Mensch; Dienstag, 7. November: Hate Speech - Umgang mit Hasskommentaren im Netz.
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