11.11.2017

Digital-Turbo

Lippstadt.(-ger) Die Neuausrichtung des Technologiezentrums Cartec an der Erwitter Straße kommt voran. Neben der Stadt Lippstadt und dem Kreis Soest als größtem Kapitalgeber sind alle Kommunen des Kreises zur Teilhabe am neu entstehenden Digitalen Zentrum Mittelstand (DZM) aufgerufen. Der Lippstädter Haupt- und Finanzausschuss hat am Montag der Beteiligung, dem Gesellschaftervertrag und der Entsendung von Vertretern in die Gesellschafterversammlung zugestimmt. Start ist am 1. Januar.

Öffentlicher Zweck ist die auf Digitalisierung ausgerichtete Wirtschaftsförderung im Kreis Soest. Die neue Gesellschaft macht sich die Förderung und Unterstützung der Unternehmen im Kreis sowie deren wirtschaftliche und technologische Entwicklung vor dem Hintergrund der weiteren Digitalisierung der Geschäftsprozesse und -modelle zur Aufgabe. Ziel des Zentrums ist es, neue hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen und vorhandene zu sichern. Sitz der neu entstehenden Gesellschaft werden angemietete Büros im Cartec sein. Die Stadt Lippstadt und der Kreis bleiben mit 25,00 bzw. 34,375 Prozent Anteil am Stammkapital – bestehend aus einem Nennbetrag von insgesamt 61.360 Euro und einem Rücklagenbetrag in Höhe von 58.798 Euro – Hauptgesellschafter der GmbH. Die anderen Städte und Gemeinden aus dem Kreis Soest plus die Wirtschaft und Marketing Gesellschaft Soest als Tochter der Stadt Soest übernehmen neu jeweils 3,125 Prozent der Geschäftsanteile. Die bisherigen privaten Gesellschafter am Cartec scheiden durch Anteilsverkauf aus. Das Vermietungsgeschäft im Cartec-Gebäude übernimmt die Lippstädter Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Als Nachfolger des Technologiezentrums behält das DZM die Beteiligung am Kompetenzzentrum Fahrzeug Elektronik GmbH in Lippstadt. Der Kreistag in Soest und der Rat der Stadt Lippstadt hatten in diesem Jahr grundsätzlich eine Neuorientierung des bisherigen Technologiezentrums auf den Weg gebracht und dabei die Unterstützung zahlreicher Unternehmen, Verbände und Organisationen im Kreis erhalten. In diesem Kreis entstand auch der Wunsch, sich in einem Beirat engagieren zu wollen. Das neue DZM will auf die Erfolgsfaktoren „Digitale Strukturen“ und „Regionalität“ setzen. Das DZM soll den Aufbau und die Pflege des Netzwerkes zwischen Industrie und Digitalwirtschaft vorantreiben, „um die digitale Transformation im Kreis zu schaffen“, wie es im Gesellschaftsvertrag heißt. Danach möchte das Zentrum Klein- und mittelständische Betriebe (KMU) für die Digitalisierung sensibilisieren und informieren und die interessierten Betriebe unternehmensindividuell und neutral begleiten. So soll ein „Brückenkopf“ zwischen digitalen Gründungen und Realwirtschaft gelingen. Das neue Zentrum wird mit einer jährlichen Anschubfinanzierung von bis zu 80.000 Euro durch den Kreis Soest und bis zu 40.000 Euro durch die Stadt Lippstadt an den Start gehen. Die Leistungen sind befristet auf den Zeitraum 2018 bis 2020.
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