14.04.2018

Stadt mit Region Paderborn verbunden

Lippstadt.(-ger) Im Haupt- und Finanzausschuss hatten die Genossen noch Klärungsbedarf, im Rat komplettierte die SPD-Fraktion das Meinungsbild zum Beitritt zur „RegiopolREGION PADERBORN zu einem einstimmigen Orchester. Lippstadt gehört zu den vier Initiatorenkommunen, die im Herbst 2016 einen Prozess zur Intensivierung der regionalen Kooperation im Verflechtungsbereich Paderborn angestoßen haben (wir berichteten).

Inzwischen haben über 40 regionale Partner ihre Unterstützung signalisiert und ihren Willen erklärt, „gemeinsam den Weg zur inhaltlichen und organisatorischen Weiterentwicklung und zur Umsetzung regionaler Projekte beschreiben zu wollen“, führt Stadtplaner und Fachdienstchef Björn Bühlmeier in seiner Vorlage aus. Nun steht am 20. April die Gründung eines eingetragenen Vereins auf der Agenda. Die praktische Arbeit soll eine Geschäftsführung übernehmen. Erste regionale Ziele sind die Siedlungsentwicklung und der Wohnungsmarkt, der Komplex Mobilität und Verkehr, der Bereich Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Bildung, das Cluster Daseinsvorsorge, Gesundheit, Sport und Kultur sowie die Zusammenarbeit und Verwaltungskooperation. An einer Informationsveranstaltung Ende letzten Jahres haben zahlreiche Bürgermeister und Vorsitzende von Ratsfraktionen teilgenommen. Die Inhalte des neuen Bündnisses sind nach Darstellung Bühlmeiers auf eine breite Zustimmung gestoßen. Beeinträchtigungen bei Förderentscheidungen des Landes sind aus Sicht der Stadt nicht zu erwarten.

Das Land will interkommunale Konzepte generell stärker als Kriterium bei der Mittelvergabe berücksichtigen. Der Rat war sich einig, die sich bietende Chance zu nutzen und unterstützt den Vereinsbeitritt. Dafür werden jährlich rund10.000 Euro fällig. Als Kommune mit über 50.000 Einwohnern wird Lippstadt drei Stimmen in der Mitgliederversammlung haben. Neben den organisatorischen Weichenstellungen ist es laut Fachdienstleiter nun wichtig, schnell in die Entwicklung von Projekten zu kommen, die in die Regionale 2022 für OstWestfalenLippe eingebracht werden. RegiopolREGION PADERBORN und die Regionale 2022 haben die gleiche Zielrichtung. Dass Paderborn und Lippstadt eng miteinander verwoben sind, zeigt bereits der Regionalflughafen. Aber auch nach Südwestfalen öffnet die Stadt bekanntlich ihre Türen weit. Lippstadt, hieß es am Montagabend treffend, bleibe immer „Grenzgänger“. In einem Jahr wird die Verwaltung über die Entwicklung berichten, sicherte Bürgermeister Christof Sommer SPD-Sprecher Thomas Morfeld zu.
zurück zur Artikelübersicht