02.09.2017

Publikumslieblinge und Neuentdeckungen

Anröchte. In Anröchte stehen die Zeichen auf Kultur. Für die Saison 2017/ 20118 hat der Kulturring Anröchte e.V. die Planungen abgeschlossen und sein neues Programm aufgestellt. „Musikalisch reicht das Spektrum von den sanften A-cappella-Künstlern Viva Voce über die Liedermacherin Jördis Tielsch und den Publikumsliebling Lars Redlich bis zu den Double Drums, die als Schlagzeugduo im Extremfall sogar mit Bauwerkzeugen Musik machen“, so zeigt sich der 1. Vorsitzende des Anröchter Kulturrings, Dr. Ottmar Goy, hocherfreut über das neue Programm.
Einen fulminanten Auftakt gleich zu Beginn der neuen Kulturringsaison legt am 16. September um 20 Uhr „Viva Voce“ hin. Die Jungs der A-cappella-Szene prägen ihren ganz eigenen Musikstil: Vox-Pop nennen die fünf Künstler aus Mittelfranken ihre Darbietungen. Die Träger des Bayerischen Kulturpreises präsentieren sich stets charmant, hochmusikalisch und selbstironisch. Dabei stehen vor allem ihre eigenen Titel, gestützt von wunderbar inszenierten Cover-Songs, im Mittelpunkt. „EGO“ – ihr aktuelles Bühnenprogramm mit beeindruckender Performance, bestens geeignet zum Zuhören, Lachen, Staunen und Mitmachen. Neben dem gesamten deutschsprachigen Raum gehören Auftritte rund um den Globus für sie dazu. Musik, eine Bühnenshow die ihresgleichen sucht, ohne Instrumente – a cappella halt.

Natürlich darf neben musikalischen Acts auch die kabarettistische Seite nicht fehlen. So gastiert Hazel Brugger mit ihrem Bühnenprogramm „Hazel Brugger passiert“ am 14. Oktober im Bürgerhaus Anröchte. Die Künstlerin mit Schweizer Background gilt als die „böseste Frau des Alpenlandes“. Schonungslos und detailverliebt entführt sie die Zuschauer in ihrem ersten abendfüllenden Programm in eine Welt, in der wilde Geschichten aus dem Nichts entstehen. Selbst für das Hässliche findet Brugger schöne Worte. Aktuell saust sie von TV-Termin zu TV-Termin. Ihre künstlerische Heimat hat sie im Poetry-Slam. Heute bezeichnen die Begriffe Slam-Poetin und Stand-up-Comedian ihr künstlerisches Genre.

Ein besonderes Highlight erlebt Anröchte zwischen Herbstkirmes und Beginn der Weihnachtszeit. Das Improtheater Paternoster zeigt am 18. November seine einmalige Darbietung. Die Gruppe professioneller Schauspieler und Musiker zeigt Improvisationstheater der Extraklasse: Spannend, unterhaltsam und auf hohem Niveau wird auf Ideen und Hinweise der Zuschauer eingegangen. So entstehen Szenen und Geschichten ohne Drehbuch. Die Darsteller verfügen über künstlerische Ausbildungen wie Theater, Comedy und Pantomime. Fast ist es ein Heimspiel – so ist der gebürtige Lippstädter Urban Luig ein festes Mitglied dieser Gruppe und erwartet gespannt den Novemberabend.

Zum Jahresbeginn warten im Januar gleich zwei Besonderheiten auf kleine und große Besucher. Am 13. Januar 2018 werden die Double Drums in Anröchte willkommen geheißen. Die Bühne wird zum „Spielplatz der Musik“. Neben klassischen Musikinstrumenten wie Marimba, Trommeln oder Gongs werden mit Werkzeugen und Haushaltsgegenständen wie Kartons, Eimer und Akkubohrer musikalische Highlights erzeugt. Rasend, virtuos, ruhig und voller Elan präsentiert das Percussion-Duo sein Verständnis von Rhythmus. „Groove Symphonies“ heißt die fulminante Percussion-Show, die die Zuschauer in eine andere Welt katapultiert. Bereits häufiger war das Duo in der ARD, 3Sat und dem Bayerischen Fernsehen zu Gast. Anröchte freut sich auf die beiden Vollblutmusiker mit Meisterklassenabschluss.

Magisch geht es weiter im Programm. Dieses Mal dürfen sich die jüngeren Besucher auf Bibi Blocksberg freuen. Das Kindermusical „Hexen Hexen überall!“ dreht sich um den internationalen Welthexentag, der in Neustadt stattfindet. Natürlich werden es sich Bibi und ihre Junghexenfreundin Schubia nicht nehmen lassen, der traditionellen Veranstaltung ihren ganz eigenen Charme aufzudrücken. Schließlich kann man so ein wichtiges Event ja nicht den verstaubten Althexen Mania und Walpurgia überlassen. Wie wird es am Ende ausgehen? Das Familien-Rock- und Pop-Musical fordert die Zuschauer zum Mitmachen auf. Besonders die jüngeren Besucher helfen aktiv bei der Vorbereitung des Welthexentages. Kleine und große Hexen sind in Hexen-Kostümen herzlich Willkommen, wenn es am 20. Januar um 15 Uhr im Bürgerhaus heißt: „Hex Hex“.

Der Stand-up-Comedian Alain Frei empfängt am 17. Februar sein Publikum mit seinem dritten Erfolgsprogramm „Mach Dich Frei“ im Bürgerhaus. Der Senkrechtstarter der deutschen Comedy-Szene gehört zu einer neuen Stand-up-Generation, die momentan für Furore sorgt. Inhaltlich beschäftigt er sich mit den wichtigen Fragen der Menschheit: Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Dabei werden alte Lachgewohnheiten gebrochen und neue humoristische Wege eingeschlagen. Für den gebürtigen Schweizer stellt sich natürlich auch die Frage „Was ist eigentlich ein Schmutzli?“. An dem Abend werden nicht nur angestaubte Vorurteile der neutralen Schweiz aufgehoben, sondern auch der Beweis gebracht, dass mit viel Charme die Wunden der Gesellschaft ohne moralischen Zeigefinger betrachtet werden können.

Eine Kooperation der Kulturringe Anröche und Erwitte ist am 3. März zu erleben. Diesmal führt die Tagesfahrt in die altehrwürdige Domstadt Köln. Das Museum Ludwig ist Ziel der Reise, schließlich ist es eines der bedeutendsten Museen Europas für die Kunst der Gegenwart. Mehrere Dauerausstellungen zeigen Werke von Andy Warhol, Pablo Picasso, Franz Marc, August Macke, Joseph Beuys, Ludwig Kirchner und Paul Klee. Eine Schenkung des Unternehmerehepaares Ludwig mit mehr als 350 Kunstwerken schaffte die Grundlage für das Kölner Museum. Ergänzend kamen im Laufe der Zeit weitere Schenkungen und die drittgrößte Picasso-Ausstellung der Welt hinzu. In die Welt der Kunst werden die Besucher durch eine Museumsführung mitgenommen. Anschließend kann weitere Zeit in dem Museum verbracht werden. Natürlich bleibt genügend Zeit für einen Besuch im Kölner Dom, den Rhein und die wunderbare Altstadt.

Mittlerweile hat sich der „Friday on my mind“ zu einem echten Klassiker der Anröchter Kulturszene entwickelt. In gemütlicher Club- und Lounge-Atmosphäre wird am 9. März die Singer-Songwriterin Jördis Tielsch begrüßt. Die junge, talentierte Musikerin mit großer Wirkung ist mit den kleinen Dingen bestens vertraut. So gehören eher die leisen und melancholischen Töne zu ihrem Repertoire. Die Geige ist ihr Markenzeichen. Mit ihrem Bühnenprogramm „Auf der Bühne des Lebens“ zeigt die Musikerin, dass sie mit ihrer Band die Zuschauer begeistern kann. Erstmals präsentiert sie selbst komponierte Songs, die sich nah am Leben befinden. Dazu lyrisch und leichtfüßig.

Zum krönenden Abschluss des Kulturjahres ist es dem Anröchter Kulturring gelungen einen echten Kracher zu gewinnen. Mit Lars Redlich kommt der Berliner mit seinem Programm „Lars But Not Least!“, der Thermomix unter den Kleinkünstlern, um die Zuschauer vor Lachen aus den Sitzen zu katapultieren. Singen, swingen, von Sopran Arie bis Hip Hop werden Hits wie „Ladies Night“ urkomisch verändert. Mit eigenen Songs voller Fantasie und wunderbaren Humor, wie beispielsweise das Lied über „Schorsch, die einzelne Socke“, die ihren Partner bei 60 Grad verliert. Der Musical-Star legt am 21. April einen „zweistündigen Frontalangriff auf die Lachmuskeln“ der Zuschauer hin.

Karten können an den bekannten Vorverkaufsstellen im Rathaus Anröchte, der Sparkasse Lippstadt, der Volksbank Anröchte, bei der Buchhandlung Henke/Anröchte sowie auf der Homepage http://www.kulturring-anroechte.de ab sofort erworben werden. Erwähnenswert ist das Abo, das sowohl über die genannte Homepage oder im Anröchter Reisebüro erworben werden kann. Dieses bietet den Vorteil, dass sechs Veranstaltungen zu günstigeren Eintrittspreisen besucht werden können.

Alle Vorstellungen, mit Ausnahme des Kindermusicals, beginnen um 20 Uhr. Einlass in das Bürgerhaus Anröchte ist jeweils um 19 Uhr. Die Kindervorstellung Bibi Blocksberg beginnt um 15 Uhr, hierzu öffnet das Bürgerhaus um 14 Uhr die Pforten zum Einlass.

Der Kulturring Anröchte freut sich auch in dieser Saison wieder altbekannte Besucher und neues Publikum begrüßen zu können: Weil Kultur Spaß macht!
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