16.09.2017

Hauptschule wächst

Lippstadt.(-ger) Um den Raumbedarf der Kopernikusschule sicherstellen zu können, hat die Stadt den Kauf von mobilen Raumeinheiten initiiert. Bürgermeister Christof Sommer und die Ratsmitglieder Peter Cosack sowie Hans-Joachim Kayser unterzeichneten einen sogenannten Dringlichkeitsbeschluss, mit dem die Auftragsvergabe vorgezogen und die Umsetzung beschleunigt werden kann. Der Beschluss muss noch vom Rat genehmigt werden. In den Schul- und Kulturausschuss gelangte er nur zur Kenntnisnahme.

Die Kopernikusschule ist die einzig verbliebene Hauptschule in der Stadt. Durch „Abschulungen aus anderen Schulsystemen nach Ablauf der Erprobungsphase in der Klasse 6“, erklärte die Verwaltung, ist die Schülerzahl schon in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Konsequenz war die Erhöhung auf drei bis vier Parallelklassen ab der Klasse 7. Die Schule ist zwei- bis dreizügig ausgelegt. Zum Ende des abgelaufenen Schuljahres hat sich abgezeichnet, dass wegen weiterer „Abschulungen“ auch in den Klassen 9 und 10 neue Klassen gebildet werden müssen. Die Bezirksregierung macht dabei aber nur mit, wenn die Stadt zusätzlichen Schulraum schafft. Im Umfeld der Schule können keine Kapazitäten bereitgestellt werden, so ist für die Andersen-Grundschule für 2018 sogar eine Vergrößerung geplant. Weil aus Verwaltungssicht an der Kopernikusschule eine eigene Erweiterung kurzfristig weder realisierbar noch finanzierbar sein dürfte, wird der Kauf von Raumzellen favorisiert. Erstmalig 2013 sind an der Schule Raumzellen aufgestellt und angemietet worden. Kosten pro Jahr: 35.000 Euro. Der nun entstandene Kapazitätsbedarf hätte die Mietkosten auf 76.200 Euro angehoben. Kauft die Kommune solche Raumzellen, muss sie dafür wenigstens 415.000 Euro hinblättern. Doch kann sie diese Ausgaben bereits nach fünfeinhalb Jahren amortisieren. Das überzeugte die Politik Zu den Ausgaben kommen noch Anschlusskosten von 25.000 Euro. Im Haushalt gibt es für die Investition keine Mittel. Zur Deckung sollen Einsparungen bei Regelleistungen für Asylbewerber eingesetzt werden.
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