16.12.2017

Geballte Kreativität

Lippstadt.(-ich) Die künftige Dreifachsporthalle soll sich der vorhandenen Landschaft anpassen, beschrieb Christian Eling seine Grundüberlegungen bei der Planung der Sporthalle. Der Entwurf des Architekturbüros „ELING architekten“ wurde in dieser Woche als Sieger prämiert und ist neben den 13 übrigen Wettbewerbsteilnehmern noch bis Donnerstag, 21. Dezember, in der „Alten Kapelle“ der Stadtbücherei ausgestellt.

Die Stadt Lippstadt und die Evangelische Kirche von Westfalen planen bekanntlich den Bau einer Dreifachsporthalle am Evangelischen Gymnasium. Im Rahmen des Realisierungswettbewerbers zur Errichtung dieser Halle sind in einer Preisgerichtsitzung in der vorletzten Woche 14 verschiedene Sporthallenmodelle vorgestellt und ausführlich diskutiert worden.

Bei der Ausstellungseröffnung mit Preisverleihung stellte Bürgermeister Christof Sommer fest, dass der Wettbewerb durchaus gewinnbringend für die Stadt gewesen sei. Er dankte den Architekten und Büros, die sich der anspruchsvollen Aufgabe gestellt hätten.

„Die Aufgabenstellung ist komplex und deren Umsetzung wird sich für die Stadt lohnen“, ist Heinrich Horstmann, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen, überzeugt. Die Kooperation zwischen Schule/Kirche und Stadt beschrieb Horstmann in seiner Ansprache als Herausforderung. Für die Umsetzung der Kooperation habe die Schule gewisse Teile aufgeben müssen und dafür neue gewonnen.
Bis zu 600 Zuschauer sollen auf der Tribüne der neuen Halle Platz finden, die auch für größere Events genutzt werden kann. Die Dreifachsporthalle, die unter Berücksichtigung der Geländestruktur zweigeschossig errichtet werden soll, steht künftig dem Evangelischen Gymnasium und Sportvereinen zur Verfügung. Aus diesem Nutzungskonzept ergaben sich laut Horstmann besondere Herausforderungen in der Aufgabenstellung.

20 Büros hatten sich für den Wettbewerb beworben und 14 haben schließlich einen Entwurf eingereicht. Horstmann, der sich begeistert von den Entwürfen zeigte, hob hervor, „wir haben im Rahmen des Wettbewerbs festgestellt, dass es sehr viel Kreativität gibt“.
Während der Preisgerichtssitzung wurden die unterschiedlichen Lösungsansätze anonym und damit unabhängig von den Büros intensiv in mehreren Durchgängen diskutiert, erläuterte Reinhard Drees vom Büro Drees und Huesmann, in dessen Händen die Begleitung des Wettbewerbs lag, bei der Preisverleihung. Die teilnehmenden Büros hätten mit ihrer Wettbewerbsteilnahme für die Stadt eine Dienstleistung zwischen 150.000 und 250.000 Euro erbracht. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 33.000 Euro.
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