27.01.2018

„Raum für Wachstum“

Lippstadt.(-ich) Neubaupläne gibt es schon seit Jahren bei der Volksbank Beckum-Lippstadt. Durch die Fusion der Banken wurden diese Überlegungen aber zunächst auf Eis gelegt. Jetzt soll mit neuen Plänen die das Vorhaben wieder aufgenommen werden.
Die Volksbank will ihre Hauptstelle an der Kahlenstraße komplett sanieren, modernisieren und erweitern. Wie Vorstandsvorsitzender Stefan Hoffmann am Dienstagvormittag vor der Presse erklärte, investiert das Geldinstitut dafür rund 13 Mio. Euro sowie weitere 5,5 Mio. Euro in den Bau von Wohn- und Gewerbeimmobilien auf dem Areal zwischen Spielplatz- und Kahlenstraße. In den neuen Gebäuden werden insgesamt 16 Wohnungen entstehen. Bei der Ausarbeitung der Pläne flossen laut Hoffmann Hinweise der Stadtverwaltung und des Gestaltungsbeirates ein.

Nach den Vorstellungen der Bank sollen die Arbeiten im vierten Quartal diesen Jahres beginnen und bis zum Jahr 2022 abgeschlossen sein. Der normale Bankbetrieb geht während der Bauphase weiter.
Das 1968 erbaute und mehrfach modernisierte, dreistöckige Gebäude an der Kahlenstraße wird saniert und zur Spielplatzstraße dreistöckig erweitert. Nicht nur optisch und funktional, auch ökologisch soll das Haus nach erfolgtem Umbau den derzeitig herrschenden Standards entsprechen.

Innen wird das Gebäude komplett saniert und modernisiert, die Außenfassade erhält hellen Klinker. Es soll ein transparentes Gebäude geschaffen werden. Geplant ist ein Gesamtensemble, dessen Außenraum gestaltet und begrünt wird.

„Unser Bauvorhaben beweist, dass wir für unsere Mitglieder und Kunden in unsere Wirtschaftsregion investieren und damit auch Raum für Wachstum schaffen. Für die Kunden vor Ort da zu sein, die heimische Wirtschaft zu fördern und in der Region zu entscheiden ist unser wichtigster Antrieb“, erklärt Hoffmann. Dabei kommen die Investitionen demnach nicht nur Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern zugute. Von der Auftragsvergabe an regionale Handwerker würden auch ortsansässige Unternehmen und die heimische Wirtschaft profitieren.

Im ersten Bauabschnitt wird auf dem vorhandenen Schotterparkplatz Ecke Spielplatz-/Cappelstraße ein neues Gebäude als Blockrandbebauung entstehen. Dieses dient während des Umbaus als Ausweichquartier für die rund 100 Mitarbeiter, die in der Hauptstelle tätig sind und je nach bevorstehendem Bauabschnitt sukzessive dort untergebracht werden. Hier werden unter anderem auch der persönliche Kundenservice und die Beratungen stattfinden. Geldautomat für Ein- und Auszahlungen sowie ein Kundenterminal für Kontoauszüge und Überweisungen werden hier ebenfalls zur Verfügung stehen. Nach erfolgtem Umbau soll dieses Gebäude als Mietobjekt genutzt werden und zur Finanzierung der Neubaumaßnahmen beitragen.

Der zweite Bauabschnitt beinhaltet den Abriss des alten Gebäudes an der Spielplatzstraße, einen Teilabriss der Hauptstelle sowie den Erweiterungsbau, der direkt an den Bestand anschließen wird.
Die Sanierung des Bestandgebäudes ist für den letzten Bauabschnitt vorgesehen. Zusätzlich entsteht auf der freien Fläche an der Kahlenstraße ein weiteres Wohngebäude, das ebenfalls später vermietet werden soll.

Insgesamt vergrößert sich die Gesamtfläche der Bank von jetzt 3.000 auf dann rund 5.000 Quadratmeter, aufgeteilt auf drei Ebenen.
Ebenso werden die Beratungsplätze den heutigen Anforderungen an Diskretion, Komfort und technischer Ausstattung angepasst, eine neue Klima- und Heiztechnikanlage wird eingebaut.

Der neue Anbau sieht im Erdgeschoss unter anderem die Nutzung als Kundenforum vor. Hier entsteht eine etwa 370 Quadratmeter große Innovationswerkstatt. Diese lädt zu Informationsabenden, Schulungen und anderen Veranstaltungen ein und bietet Platz für bis zu 170 Personen.

Rund 40 Kundenparkplätze stehen zukünftig zur Verfügung. Die Parkplatzzufahrt soll dann von der Cappel- und der Spielplatzstraße aus möglich sein. Im Eingangsbereich des Anbaus wir sich ein Empfangsbereich befinden, der ein erster Hinweis auf die neuen Abläufe im Gebäude sein wird. Nach Abschluss der Neu- und Umbauarbeiten wird das Immobilien- und Finanzzentrum der Volksbank von der Marktstraße zur Kahlenstraße umziehen. Für den Neubau der Bankräume muss die Stadt einen sogenannten Vorhabenbezogenen Bebauungsplan genehmigen. Dem Aufstellungsbeschluss für diesen Bebauungsplan stimmte der Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstag zu.

Heinrich Horstmann, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen, lobte im Rahmen der Pressekonferenz den offenen Dialog, der mit der Bank während des Planungsprozesses geführt worden sei. Horstmann begrüßt, dass die jahrelang vorhandenen Baulücken geschlossen werden und das Wohnen in der Stadt gestärkt wird. Gleichzeitig trage der zentrale Dienstleister zur Belebung der Altstadt bei.

Das Architekten-Team Martin Westerfeld aus Lippstadt und Martin Burkhardt aus Baden-Baden zeichnen für die Um- und Anbaumaßnahmen verantwortlich. Burkhardt hat bereits 14 Projekte für Genossenschaftsbanken geplant. Vor Ort übernimmt das Architekturbüro Martin Westerfeld die Betreuung der Umsetzung

„Mit dem Neu- und Umbau können wir den veränderten Kundenbedürfnissen, den modernen Anforderungen an die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie dem Bedarf nach zusätzlicher räumlicher Kapazität gerecht werden“, so Hoffmann.
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