27.01.2018

Aufschwung: Ende noch nicht in Sicht

Kreis Soest. „Die Wirtschaft am Hellweg und im Sauerland geht mit sehr viel Schwung ins neue Jahr. Die Lageurteile sind auf Rekordniveau und wir dürfen ein starkes 2018 erwarten“, so kommentierte IHK-Präsident Andreas Rother die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn. Große Sorgen bereitet den Unternehmen allerdings das Fehlen von Fachkräften.
Der IHK-Konjunkturklimaindikator liegt mit 135 Punkten nur knapp unter dem „Allzeithoch“ vom Herbst 2011 (137 Punkte). Das sehr gute Klima wird besonders durch die Wirtschaftslage bestimmt. 55 Prozent der Unternehmen geben ihrer aktuellen Situation ein „Gut“ und sechs Prozent ein „Schlecht“. „Ein solches Ergebnis hat es bei einer Konjunkturumfrage der IHK Arnsberg noch nicht gegeben“, sagte Hauptgeschäftsführerin Dr. Ilona Lange.

Von der guten Lage sei kein Wirtschaftszweig ausgenommen. Dabei zeige sich, so Präsident Rother, dass der Aufschwung auf sehr stabiler Basis stehe. „Die Konsumlaune ist weiter hoch, es wird investiert und die gute Weltwirtschaft sorgt für kräftige Nachfrage aus dem Ausland“.

Ein Ende des Aufschwungs ist noch nicht in Sicht. Denn trotz der aktuell hohen Wirtschaftsdynamik rechnen 29 Prozent der Unternehmen damit, dass sich ihre Situation im Laufe des Jahres noch weiter verbessern wird. Nur sieben Prozent erwarten eine schlechtere Entwicklung, 64 Prozent gehen von einer gleich bleibenden Lage aus.

Die Erwartungen haben sich damit seit Herbst noch einmal in fast allen Wirtschaftszweigen verbessert. Die Ausnahmen bilden Einzelhandel und Gastgewerbe, bei denen sich die Erwartungen zwar verringert haben, aber dennoch Optimismus dominiert.

Gänzlich sorgenfrei fällt der Blick in die Zukunft aber nicht aus. In vielen Wirtschaftszweigen fehlt es an Fachkräften. Besonders die Verkehrswirtschaft, Baugewerbe und Gastgewerbe sehen große Gefahren für die weitere Entwicklung. Als Risikofaktoren nennen die Unternehmen darüber hinaus Arbeitskosten, Energie- und Rohstoffpreise sowie wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen.

Zur guten Gesamtkonjunktur passen auch die Investitionsabsichten. Zwar melden die Unternehmen gegenüber vergangenem Herbst bei diesem Aspekt etwas geringere Anstrengungen, der Trend bleibt aber expansiv.

Die Beschäftigungsabsichten sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Jeder Wirtschaftszweig plant mehr Zu- als Abgänge. Die Frage werde allerdings sein, inwieweit der Arbeitsmarkt die erforderlichen Arbeits- und Fachkräfte zur Verfügung stellen kann.
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