04.08.2018

Stadt macht Schulen top

Lippstadt-Lipperode. (-ger) Wer will fleißige Handwerker sehen? Trotz brütender Hitze schaffen und schwitzen auf zahlreichen Baustellen der Stadt viele viele fleißige Maurer, Maler und die verschiedensten Monteure und bringen nicht nur Schulen auf Vordermann, sondern errichten auch neue Einrichtungen. So haben Baufachleute soeben die Pfahlgründung für die Zweifachsporthalle an der Gesamtschule abgeschlossen und starten mit dem Rohbau.
Im Sommer nächsten Jahres soll die von vielen Seiten gewünschte Sportstätte eröffnet werden können. Mit geschätzten Kosten von 3,62 Mio. Euro ist dieses Projekt das derzeit teuerste, das die Stadt auf dem Radar hat, wie Fachdienstleiter Jörg Veenhof und Sachbearbeiter Jan Ahlke bei der Vorstellung der verschiedenen Vorhaben in diesen großen Ferien feststellten.

An insgesamt neun Baustellen ist der Fachdienst 65 der Kommune aktiv. Dazu gehört die Grundschule Lipperode. Acht Klassen plus Schulleiterraum knöpfen sich die Frauen und Männer vom Bau vor. Drei Gewerke legen buchstäblich Hand an: Bodenleger, Tischler und Maler. 600 qm Wände werden neu gestrichen. Heizkörper werden erneuert, elf neue Stahlzargen eingebaut und mit Blick auf den Schallschutz neue Türblätter verbaut. Neue Akustikdecken waren bereits 2014 angebracht worden. Der alte PVC-Boden, der an vielen Stellen aufgeplatzt ist, wird rausgeschmissen und durch Linoleumboden ersetzt. Das auf einer Fläche von immerhin 650 qm. „Es wird allerhöchste Zeit, dass der PVC-Boden rauskommt“, betont Veenhof vor Ort. 80.000 Euro lässt sich die Stadt dieses Sanierungspaket kosten.

In eben dieser Größenordnung ist auch das Programm für die Grundschule Cappel angesiedelt. Hier wird die frühere Hausmeisterwohnung der Offenen Ganztagsschule zugeschlagen. Die Wohnung steht nach dem Auszug des Hausmeisters und einer zwischenzeitigen Nutzung als Flüchtlingsunterkunft seit rund einem Dreivierteljahr leer. Zunächst muss wegen der unterschiedlichen Raumhöhe das Niveau angepasst werden. Und weil nach dem Umbau eine neue Nutzung entsteht, steht auch schon der Brandschutz auf der Matte. Verlangt wird ein zweiter Rettungsweg. Es gibt Türdurchbrüche und reichlich Arbeit für die Bodenverleger, Maler, Elektroinstallateure und Spezialisten für Akustik. Wenn die frühere Wohnung saniert und für die neuen Bedürfnisse hergerichtet ist, verlässt die OGS ihren Platz im Keller und wächst um 120 qm. „Dann ist sie wesentlich besser aufgestellt“, verspricht Veenhof.

Zu den größten Vorhaben zählt klar die Sanierung des Zwischentraktes des Hansekollegs. Saniert werden die Toilettenanlagen einschließlich der Grundleitungen. Wesentlicher Kostentreiber sind aber die Spritzbetonarbeiten. Die Nordfassade wird modernisiert und erhält kleinere Fenster. In den Klassen profitieren die Kollegschüler von neuen, dezentralen Lüftungsanlagen. 750.000 Euro sind für dieses Bauprojekt reserviert. Die Stadt rechnet erst zum Ende des Jahres mit der Fertigstellung der Arbeiten.

Die Drost-Rose-Realschüler dürfen sich über einen neuen Physikraum freuen. Im Lastenheft der Sanierer stehen der eigentliche Raum plus zwei Vorbereitungsräume. Der Physikraum wird bis auf Rohbauniveau entkernt und künftig keine früher üblichen Stufen mehr haben. Für eine ganz neue Qualität sorgen die geplanten technischen Einrichtungen. Es wird neue Gas- und Elektroanschlüsse und eine sehr aufwändige Luftabsauganlage geben, die allein mit 20.000 Euro veranschlagt ist. Neuer Estrich wird verlegt, eine neue Akustikdecke eingezogen, und es wird ein neuer Sonnenschutz installiert. Der Brandschutz verlangt auch hier den Einbau von zwei Türen. Das alles hat seinen Preis: 120.000 Euro. An der benachbarten Edith-Stein-Realschule wird die Treppenanlage saniert. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Schulhofes und werden gemeinsam mit den Grünflächenexperten der Stadt angegangen und umgesetzt. Der Fachdienst Gebäudewirtschaft rechnet mit Ausgaben von 50.000 Euro. Beide Schulen wurden 1957 errichtet.

100.000 Euro veranschlagt die Stadt für die Innensanierung des Verwaltungstraktes der Hedwigschule. Investiert wird in die Böden, Akustik, Türen, Anstrich, Technik und Elektroinstallation. Die Schule wurde 1957 gebaut.

Das kleinste Vorhaben in diesem Sommer setzt die Stadt im Kindergarten Dedinghausen um. Hier stehen eine neue Heizungsanlage sowie Heizkörper auf der Agenda. Installiert wird ein hochmoderner Brennwertkessel mit Gasbetrieb. Der bestehende Kessel werkelt seit 1995 im Gebäude. Der Fachdienst hat für die Investition 45.000 Euro kalkuliert.
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