08.09.2018

GWL will selber bauen

Lippstadt.(-ich) Einen repräsentativen Neubau möchte die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Lippstadt (GWL), auf ihrem Grundstück an der Beckumer Straße 51 realisieren, um dort ihren zentralen Verwaltungssitz mit rund 1.040 qm Nutzfläche anzusiedeln. Daneben sollen im Dachgeschoss des geplanten neuen Gebäudes Wohnnutzungen untergebracht werden. Angedacht sind dort laut Architekt Udo Füser vier Wohnungen mit zusammen 212 qm Wohnfläche. Der umbaute Raum wird derzeit mit 6.253 Kubikmeter beziffert.

Heute befindet sich auf dem Grundstück ein leerstehendes Wohngebäude. Das Ziel besteht zum einen darin, die Wohnbrache mit der vorliegenden Planung einer neuen Nutzung zuzuführen. Zum anderen soll damit dem Wunsch der GWL nach einer zeitgemäßen, repräsentativen Zentrale an der Beckumer Straße, im Eingangsbereich zur Kernstadt, entsprochen werden, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Stadtentwicklungsausschuss.

Das Plankonzept sieht ein straßenbegleitendes Gebäude in dreigeschossiger Bauweise und einer Firsthöhe von etwa elf Metern, mit einem annähernd quadratischen Grundriss von etwa 22 Meter Breite, vor. Die Fassadengestaltung mit ihren zwei aufgehenden Fassadengeschossen soll die vorhandene Bebauungsstruktur einer giebelständigen und geschlossenen Bauweise mit Traufgassen wieder aufgreifen. Durch die Spiegelung der Fassadengestaltung auf die Westseite soll die ortsbildprägende Gebäudereihe entlang der Südseite der Beckumer Straße arrondiert und mittels eines architektonisch abgesetzten Treppenaufgangs/Aufzugs der Eingangsbereich in die Kernstadt städtebaulich neu betont werden. Die GWL möchte noch in diesem Jahr den Bauantrag stellen und im Frühjahr 2019 mit dem Bau beginnen, so GWL-Geschäftsführer Johannes Althoff.
Die in diesem Bereich bestehenden Bebauungspläne Nr. 73 „Westtangente“ und Nr. 142 „Beckumer Straße“ enthalten für das Plangebiet derzeit Festsetzungen, die der Umsetzung des Vorhabens entgegenstehen, sodass zur Realisierung eine Anpassung des Bauplanungsrechtes erforderlich ist. Die überbaubare Fläche wird in etwa der heutigen entsprechen, jedoch sind Anpassungen hinsichtlich der Geschossfestsetzungen erforderlich, um das geplante Bauvorhaben entsprechend realisieren zu können. An die überbaubare Fläche sollen sich Stellplätze anschließen. Für den südlichen Grundstücksteil ist eine Begrünung vorgesehen.
Der Stadtentwicklungsausschuss stimmte in seiner Sitzung am Donnerstag der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 328 und der intensiven Bürgerbeteiligung zu.
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